DETEKTEI 24
Detektei - Detektiv - Ermittler
Rechtslage / Begrifferklärung

Auf dem Terretorium der Bundesrepublik Deutschland ist der Detektiv mit allen Rechten ausgestattet , welche auch ein Bürger besitzt. Das Jedermannsrecht regelt damit das Handeln im Einsatz der Detektive und Sicherheitsmitarbeiter der SGB im Tagesablauf und in  mehr oder weniger ungewöhnlichen Situationen.

 

Grundsätzlich gilt :

1.1. Wer gewerbsmäßig Leben und Eigentum fremder Personen bewachen will, bedarf der Erlaubnis nach § 34a Gewerbeordnung. Bewachung stellt begrifflich eine aktive Obhutstätigkeit dar, die in menschlicher Leistung besteht und in der Regel eine Beaufsichtigung von gewisser Dauer oder wiederkehrende Kontrollen umfasst. Bewachung ist die auf den Schutz des Lebens oder Eigentums fremder Personen vor Eingriffen Dritter gerichtete Tätigkeit.
 

1.2. Die Tätigkeit eines Detektivs unterliegt nicht dem Bewachungsrecht, da hier die Überwachung, Ermittlung und Observation im Vordergrund steht. Der Kaufhausdetektiv führt dagegen Bewachungstätigkeiten aus. Hierbei handelt es sich um die Bewachung fremden Eigentums.

 

1.3 Die Tätigkeit von angestellten Kaufhausdetektiven und Türstehern ist keine Bewachung. Das Personal wird in erster Linie tätig, um beispielsweise im Kaufhaus, das Eigentum des Kaufhauses vor Ladendieben zu schützen.

 

1.4.Bewachungsunternehmen bzw. ihr Personal besitzen keine polizeilichen Funktionen. Die Bewachungsunternehmer haben lediglich die gleichen Rechte wie jeder Staatsbürger auch, die sogenannten „Jedermannsrechte“.

 

1.5. Jeder Mitarbeiter im Angestelltenverhältnis, auch Aushilfskräfte und geringfügig Beschäftigte, die Bewachungsaufgaben ausführen, müssen nach den Bestimmungen der Bewachungsverordnung den Nachweis über die Teilnahme am Unterrichtsverfahren bei einer Industrie- und Handelskammer nachweisen. Geprüfte Werkschutzfachkraft bzw. Werkschutzmeister, Fachkraft für Schutz und Sicherheit sowie Personen die einen Abschluss im Rahmen einer Laufbahnprüfung zumindest für den mittleren Polizei-vollzugsdienst, Justizvollzugsdienst, Bundesgrenzschutz oder Feldjäger in der Bundeswehr nachweisen können, sind vom Unterrichtsverfahren befreit.

 

1.6. Für bestimmte Bewachungstätigkeiten ist eine IHK-Sachkundeprüfung erforderlich, wie

Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr, wie Citystreife
Türsteher vor gastgewerblichen Diskotheken
Schutz vor Ladendieben, wie Kaufhausdetektiv.

Nähere Informationen hierzu erteilt Ihnen die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern.
Der Unternehmer benötigt diese Voraussetzung aus rechtlicher Sicht nur, wenn er selbst eine dieser Aufgaben ausführt.

 

1.7.Sämtliche Personen die Bewachungsaufgaben tätigen sind vom Unternehmer der zuständigen Behörde gem. § 9 Bewachungsverordnung zu melden. Nähere Informationen zum Thema Personenbeschäftigung bekommen Sie im KVR bei der Unterabteilung Gewerbeüberwachung KVR I/312.




2. Erlaubnisverfahren

2.1. Nach § 34 a Abs. 1 Nr. 1 bis 3 GewO muss der zukünftige Bewachungsunternehmer zuverlässig, unterrichtet und ausreichende Mittel bzw. Sicherheiten nachweisen. Der Mittelnachweis ist notwendig um zu gewährleisten, dass der Unternehmer finanziell in der Lage ist eine Sicherheitsfirma zu betreiben. Der Mittelnachweis ist abhängig vom Umfang des geplanten Unternehmens sowie den laufenden Betriebskosten.

 

2.2. Antragsunterlagen

Antragsformular
Gültiger Personalausweis oder Reisepass
Gebühr
Ggf. HRA-Auszug
Mittelnachweis
Nachweis einer Haftpflichtversicherung nach der BewachV
Entwurf eines Dienstausweises nach der BewachV
 

2.3. Weitere Unterlagen

Führungszeugnis (wird bei der Antragstellung von der Gewerbebehörde unmittelbar angefordert);
Gewerbezentralregisterauszug (wird bei der Antragstellung von der Gewerbebehörde unmittelbar angefordert);
Einholung einer Auskunft nach § 915 Zivilprozessordnung ( wird von der Behörde beim Amtsgericht-Insolvenzgericht eingeholt)
Einholung einer Stellungnahme der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern
Weitere Anfragen an die Staatsanwaltschaft und an die Kriminalpolizei
 

2.4. Erlaubnisträger

Antragsteller bzw. Erlaubnisträger kann eine natürliche oder eine juristische Person sein.

 


2.5. Erlaubnisversagung

Sofern der Antragsteller vorbestraft ist, sonstige gravierende negative Erkenntnisse über den Antragsteller vorliegen oder in ungeordneten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt sowie den Mittelnachweis nicht erbringt, ist eine Versagung der beantragten Bewachungserlaubnis möglich

Detektei für Detektive und PrivatermittlerEinsatzbereiche der ErmittlerRechtslage / BegrifferklärungAusbildung / Praktikum / BerufKontakt / Impressum